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Beschränkungen der Rumpfreinigung in brasilianischen Häfen: Wichtige Einblicke für Schiffseigentümer

Seachios® Media & Press Team

20.09.2025

5 Min. Lesezeit

Brasilien verschärft Vorschriften zur Rumpfreinigung: NORMAM-401 setzt strikte Biofouling-Kontrollen fest. Informieren Sie sich über Hafeneinschränkungen und Compliance-Schritte für Schiffseigner.

Da die Umweltvorschriften weltweit strenger werden, intensiviert Brasilien seine Bemühungen, seine Meeresökosysteme vor invasiven Arten und Verschmutzungen durch Schiffsverunreinigungen zu schützen. Für Schiffseigner und Betreiber ist es unerlässlich, die lokalen Beschränkungen zu kennen, um Geldstrafen, Betriebsverzögerungen und Reputationsrisiken zu vermeiden.

NORMAM-401: Ein neues Rahmenwerk für das Biofouling-Management

Die brasilianische Marine führte NORMAM-401/DPC ein, das die Umweltschutzvorschriften für Schiffe konsolidiert und ein neues Kapitel zum Thema Biofouling umfasst.

Wichtige Punkte:

  • Geltungsbereich: Gilt für Schiffe über 24 Meter, die in brasilianischen Hoheitsgewässern (12 sm territorial und bis zu 200 sm in der AWZ) operieren.

  • Erforderliche Pläne: Schiffe müssen einen Biofouling-Managementplan und ein Journal führen, das Inspektionen, Reinigungsereignisse und Beschichtungswartung dokumentiert.

  • Reinigungsstandards:

    • Reaktive Unterwasserreinigungen ohne Abfallaufnahme sind verboten, sobald das Foulingniveau 2 (sichtbares Makrofouling) erreicht.

    • Nur proaktive Reinigung (geringe Foulingstufen) oder Trockendock-/kontrollierte Aufnahmemethoden sind zulässig.

  • Zeitrahmen: Die Verordnung trat im Juni 2025 in Kraft. Die Durchsetzung mit Geldstrafen und Sanktionen beginnt 2026.

  • Sanktionen: Nichteinhaltung kann zu Geldstrafen, Festsetzung des Fahrzeugs oder der Verweigerung des Hafenzugangs führen.

Dieses Rahmenwerk stimmt Brasilien mit den IMO-Leitlinien überein und erfordert von den Schiffseignern einen Übergang vom reaktiven zum präventiven Biofouling-Management.

Hafenspezifische Beschränkungen

Die brasilianischen Häfen variieren in ihrem Ansatz, aber ein gemeinsames Prinzip gilt: Rumpfreinigungen in Hafengewässern sind stark eingeschränkt oder komplett verboten, es sei denn, sie werden mit Abfallaufnahme und Umweltgenehmigung durchgeführt. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die aktuellen Praktiken in ausgewählten Häfen.

Hafen

Bundesstaat

Zulässige Praktiken

Eingeschränkte Praktiken

Pecém

Ceará

Trockendock oder von SEMACE/IBAMA lizenzierte Werften. Proaktive leichte Reinigung mit Genehmigung.

Reaktive Unterwasserreinigung ohne Aufnahmemöglichkeit, insbesondere in ökologischen Schutzgebieten.

Vitória

Espírito Santo

Reinigung nur mit Aufnahmesystemen und Hafen-/Umweltgenehmigung. Trockendock wird empfohlen.

Jegliche Reinigung im Wasser ohne Genehmigung oder Aufnahme.

Salvador, Aratu-Candeias, Ilhéus

Bahia

Trockendock oder genehmigte Einrichtungen mit Aufnahme und Überwachung durch CODEBA. Reinigung außerhalb der Todos os Santos-Bucht mit Einhaltung.

Unkontrolliertes Kratzen oder Entfernen in den Gewässern der Bucht.

Recife

Pernambuco

Trockendock oder Werften mit Abfallaufnahme und Genehmigung der Hafenbehörde. Begrenzte proaktive Reinigung möglich.

Unterwasserreinigung in Hafengewässern ohne Aufnahme oder bei fortgeschrittenen Foulingstufen.

Santos

São Paulo

Trockendock oder lizenzierte Einrichtungen außerhalb des Hafengebiets mit Aufnahme und Umweltgenehmigung.

Reinigungen im Wasser in Hafengewässern ohne Aufnahme; auch bei 12 sm, wenn nicht genehmigt.

Paranaguá / Antonina

Paraná

Reinigung offshore jenseits von 12 sm (idealerweise >24 sm) mit Aufnahmesystemen; Trockendock erlaubt.

Reinigung im Hafen oder offshore ohne Aufnahme.

In allen Häfen ist keine uneingeschränkte Unterwasserreinigung erlaubt. Abfallaufnahmesysteme und regulatorische Genehmigungen sind Grundvoraussetzungen.

Empfehlungen zur Einhaltung

  1. Aktualisierung der Dokumentation – Sicherstellen, dass jedes Schiff einen aktuellen Biofouling-Plan und ein Journal führt.

  2. Regelmäßige Inspektionen planen – Fouling erkennen, bevor es eingeschränkte Stufen erreicht.

  3. Lizenzierte Einrichtungen nutzen – So oft wie möglich Trockendocks und zertifizierte Werften priorisieren.

  4. Vorplanen – Reinigungsfenster im Voraus planen, um Verzögerungen beim Anlaufen sensibler Häfen zu vermeiden.

  5. Mit Behörden koordinieren – Frühzeitig Genehmigungen von Hafenbehörden, IBAMA und staatlichen Umweltbehörden einholen.

Letzte Anmerkung

Brasiliens neues regulatorisches Rahmenwerk betont Prävention und Verantwortlichkeit. Proaktiver Rumpfwartung und strenge Dokumentation sind nicht mehr optional – sie sind zwingende Elemente konformer Betriebsabläufe.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken. Betreiber sollten die neuesten Anforderungen mit den lokalen Behörden bestätigen, bevor Reinigungsaktivitäten geplant werden.

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Über den Autor

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